machts gut, kleine Freunde…

Matjaz Martin Dimitri, unser „Ossi“, geboren im Jahr 2000 in Hakenfelde, wurde uns mit den Worten „benimm dich anständig, sonst nehmen sie dich nicht mit“ vorgestellt. Das war gar nicht nötig – es war Liebe auf den ersten Blick. Dieser kleine schlanke schwarze Kater mit dem weißen herzförmigen Fleck auf der Brust, den niemand haben wollte, der als letzter aus dem Wurf noch im Badezimmer einer Hakenfelder Wohnung hauste – der gehörte einfach zu uns. Er hat sich dann zu einem prächtigen 5-Kilo-Kater entwickelt. Nur sein Selbstbewußtsein war weniger stark ausgeprägt – Streitereien mit den anderen Katzen ging er immer aus dem Weg. Dafür war er sehr verschmust und lag sehr gerne auf meiner Brust, das Ohr am Herzschlag…

Matjaz entwickelte ein Krebsgeschwür in der rechten Backe. Unheilbar. Anfang Juli 2012 mussten wir ihn einschläfern lassen.

 

Dominick Clemens August, uns von der Vorbesitzerin (und einer Tierarzt-Helferin!) als Junge vorgestellt, entpuppte sich nach 2 Wochen als Mädchen. Also änderten wir den Namen auf Dominique Clementine Augustine :-), der Rufname blieb ja akustisch gleich. Geboren 1999, musste sie in den wenigen Wochen, bevor sie zu uns kam, schlimmes erlebt haben. Die ersten Tage schlang sie alles, was es zu essen gab, hinunter, als wenn es demnächst nix mehr geben würde. Es hat einige Zeit gedauert, bis sie mitbekommen hatte, daß es bei uns immer ausreichen Futter gibt. Allerdings hatte sie ziemliche Angst vor mir.  Immer wenn sie mich sah, drückte ihr Blick und ihr Verhalten aus: muß der auch hier wohnen? Es hat über zwei Jahre gedauert, bis ich eines späten Abends eine Katze ins Bett springen hörte, die dann schnurstracks zu mir kam und laut schnurrte. Das war noch nix ungewöhnliches, aber als ich meine Hand ausstreckte und die Katze streichelte, kam mir der Körperbau unbekannt vor. Seitdem war ich ihr Eigentum, das sie mit Zähnen und Klauen gegen andere Katzen verteidigte.

Ende Juli 2012 fing sie an, zu kränkeln. Der Tierarzt konnte dem Blutbild nichts entnehmen, allerdings verlor sie innerhalb einer Woche ein Drittel an gewicht. Diagnose schließlich: sie will nicht mehr.

 

Alexandra Marie Scholastique, 2000 in Bremen geboren, im zarten Alter von nur 4 Wochen von unserem unwissenden Neffen der Mutter entrissen und per Auto von Bremen nach Berlin kutschiert, wurde von uns wochenlang mit der Flasche aufgezogen, inclusive Bauchmassage zur Förderung der Verdauung. Ein Fehler unsererseits war, ihr als erste „feste“ Nahrung Hipp Babybrei der Sorte Puten-Pürree zu geben – das hat sie ihr ganzes Leben lang fast ausschließlich gegessen – neben Brathähnchen, Rinderfilet und Brekkies. Nach einer Totaloperation wurde aus der kleinen schlanken Katze eine 8-Kilo-Größe, was aber nichts an ihrer Liebenswürdigkeit änderte.

Letzte Woche begann sie zu kränkeln, wurde zeitweise apathisch. Am Samstag morgen ist sie dann friedlich eingeschlafen.

 

Machts gut, kleine Freunde! ich vermisse euch. Wir sehen uns auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke !

2 thoughts on “machts gut, kleine Freunde…

  1. Antworten
    Marcel Winkel - 20. August 2012

    Ach du scheiße! Drei Fellbündel so kurz hintereinander zu verlieren, das ist hart. Ich kann deinen Verlust nur zu gut nachfühlen.

    Auch wenn es sich vielleicht herzlos anhört: wenn du jetzt keine Katze mehr hast, hol dir ein oder zwei neue ins Haus. Das lenkt vom Schmerz ab und die neuen machen immer wieder etwas, was an die alten erinnert.

    Und sei dir sicher, die gestorbenen Katzen sorgen immer für ihre zurückgebliebenen Menschen!

  2. Antworten
    Petra Faltin - 20. August 2012

    Sei nicht traurig. Sie spielen im Katzenhimmel wieder zusammen.

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